FDM: Moiré

04. Dezember 2020 Marie – MohnMedia

Hattest Du auf einem Foto schon einmal ein gestreiftes Kleidungsstück an und hast dich beim Anblick des Fotos gefragt, wo diese komischen, unangenehmen Muster herkommen? Diese Muster nennt man Moiré. Dieses Phänomen kann zum Beispiel bei engen Streifen auftauchen. Das ist nicht nur ärgerlich für einen Fotografen, der auf seinem Display ein Moiré entdeckt, sondern auch für uns als Druckerei, denn Moirés können auch auf gedruckten Fotos auftauchen. Warum das so ist, erfährst du jetzt.

Allgemein kann man sagen, dass Moirés da auftauchen können, wo zwei ähnliche Frequenzen, in diesem Fall Raster, aufeinandertreffen. Im Druck ist das unser Druckraster. In der digitalen Fotografie ist es das Punktraster des Bildsensors und das jeweilige Motiv. Klingt kompliziert? Dann dröseln wir das mal auf.

Der Bildsensor der Kamera tastet das Motiv in einem Punktraster ab. Da haben wir das erste Raster. Dann hat die Vorlage möglicherweise aber in sich auch noch seine eigene Linienstruktur, beispielsweise durch einen gestreiften Pullover. Somit sind die zwei Frequenzen gegeben, die in sich das Moiré ergeben.

Bei unserem Druckverfahren, dem Offsetdruck wird mit vier Farben gedruckt. Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Diese vier Farben werden nicht genau übereinander gedruckt, sondern sie stehen in einer ganz bestimmten Ordnung zueinander, sodass ein Bild entstehen kann. Das ist das Raster Nummer eins. Wenn dann noch ein Motiv mit Streifen gedruckt werden soll, entsteht in der Rasterung durch die ähnlichen Frequenzen in dem Raster und auf dem Motiv, ein Moiré.

Um ein solch unangenehmes Muster in unseren Druckprodukten zu verhindern, muss von der Vorstufe bis zum Druck jeder aufmerksam sein, um ein Moiré schnell aus dem Layout zu schaffen.  

Marie

Mediengestalterin

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