Wat is denn »DAT«?

14. Januar 2020 Richard – MohnMedia

Zu Beginn meines Einsatzes kamen mir die Themen und Arbeitsfelder zunächst fremd vor, denn das gewohnte Arbeiten mit Photoshop und Co. war hier nicht gefragt – ein Kulturschock. Dahingegen lernte ich neue Programme, wie zum Beispiel »Prinergy« kennen, deren Vorzüge ich schnell zu schätzen lernte. Aber auch bereits bekannte Programme wie Adobe Acrobat tauchten mit neuen Verwendungszwecken wieder auf.

Was passiert eigentlich im Datenanlieferungs-Team?
Im DAT werden die Druckdaten der Kunden angeliefert. Das kann über die verschiedensten Wege passieren. Meistens wird eine Datenübertragungssoftware genutzt, doch hin und wieder kommt es sogar noch vor, dass CDs angeliefert werden. Unsere Aufgabe ist es dann, die Daten für die Produktion in der Druckerei zu prüfen und aufzubereiten.

Dabei muss auf viele Dinge geachtet werden, wie zum Beispiel die Anpassung der Farben und Maße der Daten. Außerdem sorgen wir dafür, dass die Daten später im Produkt an der richtigen Position landen. Häufig kommt es nämlich vor, dass die Kunden alle Seiten einzeln anliefern und die Seitennummerierung nicht unseren Standards der Druckdatenverarbeitung entspricht. In einem solchen Fall müssen die Daten mit Hilfe von Prinergy – einer Datenbank, in der Ausschießer und Druckdaten zusammengeführt werden – der richtigen Seitenposition zugewiesen werden.

Bei dieser Tätigkeit ist es besonders wichtig, mit Sorgfalt und Konzentration zu arbeiten. Möglicherweise klingt das Ganze zunächst einfach und vielleicht sogar eintönig, doch spätestens beim Managen von Aufträgen mit 13 verschiedenen Sprachfassungen wird es ganz schön aufregend und manchmal auch unübersichtlich.

Wie ich im Detail mit den Daten umgehen musste, lernte ich während meines Aufenthaltes im Team. Dafür möchte ich auf diesem Weg nochmal ein Dankeschön an meine zuständigen Betreuer aussprechen, die mit ihrer engagierten Hilfe dafür sorgten, dass ich mich schnell in das Team und dessen Arbeitsabläufe einfinden konnte.

Das Highlight meiner Zeit im Team war die Betreuung eines ganz besonderen Auftrags. Worum es sich genau handelt, darf ich hier leider nicht sagen, aber so viel sei verraten: die bekannte Zeitschrift hat ein rot-orangenes Cover.
Um ca. neun Uhr abends ging es los – eine für mich eher ungewöhnliche Arbeitszeit. Als die Daten uns erreichten, musste es jedoch schnell gehen, denn der besagte Auftrag hatte sehr knappe Bearbeitungsfristen. Nachdem alle Daten eingepflegt worden waren, bekam ich sogar die Chance, den Druck der Zeitschrift zu besichtigen (da dieser bereits kurze Zeit nach der Datenanlieferung startet).

Mein Fazit nach meiner Zeit im Datenanlieferungs-Team ist, dass die Arbeit sich dort deutlich von anderen Tätigkeiten in der Vorstufe unterscheidet und dabei ihre ganz eigenen Vorzüge bietet. Auch wenn keine Zeitschriften, Plakate und Co. gestaltet werden, sind die Arbeitsabläufe bis zur Perfektion ausgefeilt. Außerdem erhält man einzigartige Einblicke hinter die Kulissen der Druckproduktion. Und wenn sich der ein oder andere fragt, warum ausgerechnet Mediengestalter hier arbeiten, obwohl die Themen etwas abseits der »normalen« Mediengestalter-Tätigkeiten liegen, bleibt zu erwähnen, dass das in der Ausbildung vermittelte Wissen über die Druckproduktion unerlässlich ist, um im DAT arbeiten zu können.

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Richard

Mediengestalter

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