Fünf Tage Motorrad-Zubehör und Elb-Ausblick

09. Oktober 2019 Julia – Sonstiges

Die Großstädter in Gütersloh

Nach einer verspäteten Ankunft am Bahnhof in Gütersloh aufgrund von Stellwerksstörungen stand den beiden Mediengestalter-Azubis Carla und Manon eine ereignisreiche und vollends durchgeplante Woche bevor.

Schon einige Jahre wird der Katalog von der Detlev Louis Motorradvertriebsgesellschaft mbH im Hause Mohn Media gedruckt.
Aber was passiert zwischen dem Versenden der Katalog-Daten an Mohn Media, bis dass der Katalog fertig gedruckt und verpackt in Hamburg ankommt? Dieser Frage konnten Manon und Carla während der Woche in Gütersloh hautnah nachgehen.

Es ist Wahnsinn, wie gut die verschiedenen Abteilungen und Arbeitsschritte aufeinander abgestimmt sind und in wie kurzer Zeit Printprodukte gedruckt werden können.

Carla, Mediengestalterin im 2. Lehrjahr

Während des Besuchs wurde der Katalog gerade bei uns produziert und wir konnten sehen, wie die Teilprodukte die Verarbeitung durchliefen. Pures Bauchkribbeln! Carla und Manon haben selbst an der Gestaltung des diesjährigen Katalogs mitgearbeitet und waren die ersten der Firma Louis, die den fertigen Katalog in ihren Händen hielten.

Die Beiden konnten jede Menge bei uns entdecken und fanden Antworten auf all ihre Fragen, was die Arbeit in einer Druckerei angeht.
Wie wird eine Druckplatte belichtet? Wie sieht eine Rollendruckmaschine aus? Was versteht man unter Colormanagement? Was macht ein Kundenmanager in der Druckindustrie? Was ist die Disposition?

Bevor Papier in den Druckmaschinen bedruckt werden kann, werden dafür Druckplatten belichtet. Diesen Prozess kennenzulernen war besonders faszinierend.

Manon, Mediengestalterin im 2. Lehrjahr

Damit all die neuen Informationen auch verarbeitet werden konnten, organisierten wir einen gemeinsamen Abend im Bermpohl in Gütersloh. Hier konnten wir uns bei Burgern und Pizza in einem gemütlichen Umfeld besser kennenlernen und uns über unsere Ausbildungen austauschen.

Nach den fünf Tagen in Gütersloh ging es für die Beiden erneut mit dem Zug, doch diesmal ohne Verspätung, zurück nach Hamburg. Nur zwei Wochen später machten auch Fynn und ich uns auf den Weg in die allseits bekannte Hafenstadt.

Julia, Fynn, Carla & Manon

Die Dorfkinder in Hamburg

Überall in Deutschland und mittlerweile auch in den Niederlanden, der Schweiz und Österreich kann man sie finden: Louis Filialen. Doch wo hat die Firma ihren Sitz?
Die ursprünglichen Wurzeln hat das Familienunternehmen im Herzen Hamburgs und expandierte im Laufe der Zeit in ein nahe gelegenes Industriegebiet.
Und genau um dieses »Hauptquartier« drehte sich alles für Fynn und mich.
Neben einem großen Lager, der kaufmännischen Verwaltung, einer Werkstatt und einem Shop befindet sich dort auch die In-House-Werbeagentur.
Hier werden also alle Werbemittel für die Firma selbst entwickelt, gestaltet und teilweise auch produziert.
Von einfachen Ausdrucken für die Preisaufsteller in den über 80 Shops über das Konzipieren einer Louis Eigenmarke und dem Posten auf allen möglichen Social-Media-Kanälen bis hin zum Katalog-Layout – hier ist Vielseitigkeit angesagt!

Untergebracht wurden wir in einer Firmenwohnung des Unternehmens – ausgestattet mit acht Schlafzimmern, einem großen Flachbild-Fernseher mit einer Wii, einem Tischkicker und einer gut ausgestatteten Küche samt eines mit Getränken gefüllten Kühlschranks. Zu Beklagen gab es definitiv nix!
Von Montag bis Freitag machten wir uns mit Bus und S-Bahn auf den Weg zum angrenzenden Industriegebiet.
Nach einem kleinen Fußweg, auf dem wir meist von dem Duft von fruchtigem Tee oder frischem Brot von den benachbarten Fabriken begleitet wurden, erreichten wir unseren zeitweisen Arbeitsplatz.

Zu erkunden gab es hier jede Menge Neues und reichlich Spannendes! Bei einer Betriebsführung konnten wir erst mal das ganze, große Gelände des »Hauptquartiers« auskundschaften. Lange Wege sind wir ja zum Glück schon von Mohn Media gewohnt. Aber auch nach jedem Mittagessen ist es hier mehr oder weniger Tradition noch etwas durch das Industriegebiet zu spazieren.

Fynn und ich konnten außerdem in die verschiedenen Teams und Abteilungen der In-House-Werbeagentur reinschnuppern. Dazu zählten das Online-Marketing, das Werbetexten, das Filmstudio, die vergleichsweise kleine Druckvorstufe, die Produktfotografie und das Verpackungsmaterial-Design.
Beim Durchlauf der verschiedenen Abteilungen wurden wir selbst kreativ und gestalteten unter anderem ein Instagram- und Facebook-Posting, durften eine eigene Karton-Verpackung für eine Tasse entwerfen und einen eigenen Produkttext für ein Louis Cap verfassen.

  • Karton samt Louis-Tasse durften wir als Souvenir behalten!
  • Links Fynns und rechts Julias Posting

Eins unserer Highlights der Woche war der Besuch im Filmstudio in der Innenstadt. Wir waren nämlich live bei einem YouTube-Videodreh dabei und bestaunten die dafür genutzte Technik und das liebevoll gestaltete Set. Ein kleines Team überlegt sich Videothemen, setzt diese dann hinter der Kamera um und bearbeitet anschließend das entstandene Material. Es stellte sich sogar raus, dass ein Teil des Teams in ihrer Azubi-Zeit auch zum Austausch in Gütersloh waren!

Carla und Manon haben als eine Art »Azubi-Projekt« die sogenannte FunPost – ein regelmäßig erscheinendes, amüsantes Magazin, das das ganze Unternehmen auf dem Laufenden halten soll. Layoutgestaltung, Interviews führen, Texte verfassen… Unterscheidet sich gar nicht so sehr von der sehr selbstständigen Arbeit, die wir mit dem AzubiBlog in Gütersloh haben.

Außerdem machten wir Bekanntschaft mit dem sogenannten »Azubi Bike 2018«. Dabei handelt es sich um ein Motorrad, welches von den Azubis höchstpersönlich aufgemotzt wurde. Zum Ende jeden Jahres wird den Azubis ein neues Motorrad gestellt und zusätzlich ein Budget in Höhe der aktuellen Jahreszahl – 2018 waren es also 2018€ –, welches dann für neue Teile ausgegeben werden durfte. Das wichtigste bei dem Projekt: Das Bike muss schlussendlich immer noch fahrtüchtig sein.

Aber auch für unsere Freizeit wurden einige Pläne gemacht. Ein Restaurant-Besuch mit Carla und Manon stand natürlich ganz oben auf der Liste. Eingeladen wurden wir zu »Schweinske« auf der Reeperbahn.

Dass ich, Julia, Interesse an der Zeitschrift DER SPIEGEL habe, konntet Ihr schon an meinem Artikel über die Produktion der Hefte erahnen. Welch Zufall, dass das sogenannte SPIEGEL-Haus im Herzen Hamburgs liegt! Also nahm ich spontan Kontakt zum Spiegelhaus auf und arrangierte eine exklusive Führung für Carla, Manon, Fynn und mich.
Und dort war weit mehr als nur die Architektur des Gebäudes atemberaubend!

Quasi um die Ecke machten wir außerdem noch einen Abstecher zu 4MAT Media, ein Vorstufen-Team, welches auch zu Mohn Media gehört. Das bot uns die perfekte Gelegenheit, ein paar unserer räumlich entfernteren Kollegen kennenzulernen.

  • Hinter den Kulissen des Filmdrehs.
  • Das Spiegelhaus ist auch abends noch gut bevölkert.

»Jetzt ma’ Butter bei die Fische«

Die Erlebnisse werden uns noch lange in Erinnerung bleiben und gaben uns zusätzlich die Möglichkeit, wertvolle Kontakte für die Zukunft zu knüpfen. Da fiel der Abschied nach den fünf Tagen doch etwas schwer. Ein letztes, waschechtes Hamburger Franzbrötchen für die Heimfahrt schenkte aber etwas Trost.

Hiermit auch noch einmal ein großes Dankeschön an alle Beteiligte, die unsere Zeit bereichert haben!

Fynn & Julia

Julia

Mediengestalterin

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