»Amazing Magazine« – Das etwas andere Kundenmagazin

01. August 2019 Klara – MohnMedia

Als sich meine Ausbildung langsam dem Ende neigte, durfte ich eine besondere Aufgabe übernehmen – die Abwicklung des »Amazing Magazine«. Ein Kundenmagazin, das zeigt, wer Mohn Media ist, was wir machen und dass eine Druckerei ganz und gar nicht langweilig ist. 

Seit gut einem Jahr arbeite ich nun in der Produktlinie Zeitschriften an verschiedenen Aufträgen mit. Da die meisten Zeitschriften regelmäßig erscheinen, gibt es für diese einen geregelten und eingespielten Ablauf. Das Projekt »Amazing Magazine« war anders. Es war ein interner Auftrag, den wir für Mohn Media und nicht für einen Kunden fertigen. Mit der Planung der Inhalte und der Gestaltung hatte ich nichts zu tun. Meine Aufgabe war die Abwicklung und der reibungslose Durchlauf durch den Betrieb. In diesem Bereich fing ich fast bei null an. Zwar gab es vor zwei Jahren schon ein ähnliches Projekt, aber das neue Magazin sollte ganz anders werden als der Vorgänger. So standen neben Termin- und Maschinenplanung eine Menge Herausforderungen bei der Planung der einzelnen Produktionsschritte bevor.

Let`s start!

Voller Energie startete ich also mein Projekt. Die ersten »Du wirst noch viel lernen!« überhörte ich und dachte mir, so schwer kann das doch nicht sein.
Ich plante Termine ein und gab alle Informationen an die Arbeitsvorbereitung weiter. Dort wurden die Infos in unsere Systeme übertragen, sodass alle Abteilungen die richtigen Arbeitsunterlagen bekamen. In der Arbeitsvorbereitung tauchte ich in den folgenden Wochen aber so oft auf, dass ich bald mit

Ach, du schon wieder

und »Miss Amazing« begrüßt wurde. Es gab viele Änderungen und Besonderheiten. Eine Inhaltsseite sollte Ausstanzungen erhalten, es wird eine transparente Seite geben und wir drucken mit Metallicfarbe. Das alles sind Dinge, mit denen ich noch nie etwas zu tun hatte. 
Ich merkte langsam, dass meine Kollegen mit ihrer Aussage doch Recht hatten. Aber ich bin ja hier, um zu lernen! Nach gefühlten 1.000 Fragen an die verschiedensten Kollegen war es dann so weit, dass ich nur noch die letzte Freigabe für den Druck brauchte, die sogar von unserem Geschäftsführer Dirk Kemmerer persönlich erteilt wurde. 
Alles war geplant, geändert und nun final. Druckstart: Morgen 8 Uhr!

Der Super-GAU

Ganz so einfach sollte es aber doch nicht werden, denn gegen 16 Uhr kam die Horror-Nachricht: Wir haben kein Papier!
Das bestellte Papier steht irgendwo in Frankreich und wird erst nach dem Wochenende in Gütersloh eintreffen. 
Wie kann das sein? Wo ist unser Papier? Haben wir ähnliches Papier eingelagert, das wir verwenden können? Müssen wir auf das bestellte Papier warten? Was ist mit dem Druckstart? Und der Druckabstimmung? Wieder eine Menge Fragen, die es nun zu beantworten galt. 
Also ran ans Telefon. Nach Rücksprache mit dem Papiereinkauf stand fest: Wir werden auf das Papier warten und den Drucktermin verschieben. 

Also auf zur Dispo (hier werden die Maschinen für die Aufträge eingeplant) und zum Bogendruck. Alle Beteiligten mussten informiert und eine Lösung gefunden werde, wie die Druckzeit (etwa 25 Stunden) gefüllt werden konnte, sodass die Maschine nicht ohne Auftrag stehen musste. Alle Räder wurden in Bewegung gesetzt und das Problem schließlich gelöst.

Der 2. Anlauf

In der nächsten Woche starteten wir also einen zweiten Anlauf und waren erfolgreich. Der Druck lief (fast) problemlos und auch alle weiteren Schritte wie Falzen, Stanzen und Binden des Magazins bereiteten keine großen Probleme. Einige Tage später war es dann so weit, dass mehrere Paletten unser Lager erreichten und wir endlich die fertigen Hefte in den Händen hielten. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Meine Arbeit als Kundenmanagerin war getan, aber so ganz fertig war das »Amazing Magazine« noch nicht!

Wir drucken in mehreren Dimensionen!

Schon während der Gestaltung war die Abteilung VIME (Virtual Media) am Projekt beteiligt und machte das Heft besonders. Mittels einer App können entsprechend gekennzeichnete Inhalte eingescannt werden und per Smartphone oder Tablet lassen sich digitale Ergänzungen zum Printprodukt entdecken. 
So kann man beispielsweise über Links zu verschiedenen Websites gelangen, Videos anschauen oder ein 3D-Modell eines Möbelstücks virtuell im Raum platzieren.

And the Winner is…

Printprodukte sind also gar nicht so »eingestaubt« und »altmodisch«, wie man vielleicht denkt.
Genau das dachte sich auch die Jury des German Brand Award und so wurde die Agentur Artgerecht aus Bielefeld, die zuständig war für Konzeption und Redaktion unseres Kundenmagazins, mit dem »German Brand Award 2019« ausgezeichnet. Am 6. Juni nahmen Artgerecht und Mohn Media in Berlin den goldenen Preis in der Kategorie »Excellence in Brand Strategy and Creation Brand Communication – Corporate Publishing« entgegen. 

Du hast Interesse an einem »Amazing Magazine«? Dann melde dich gerne bei uns unter amazingmagazine@bertelsmann.de oder besuche die Amazing-Magazine-Website und erlebe die Stories und digitalen Inhalte sofort: www.amazing-magazine.de

Klara

Mediengestalterin

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