Traum von Amsterdam

18. September 2018 Klara Mosch – Veranstaltungen

Mittwoch

Wir machen Druck – aber woher kommen unsere Farben?

Saskia: Auch am Mittwoch hatten wir keine Chance auszuschlafen, denn es stand erneut eine Firmenbesichtigung auf dem Programm. Nach einem stärkenden Frühstück im Hostel ging es also mit dem Bus nach ´s-Gravenzande zu Flint Ink. Die Flint Ink Group ist ein großer Hersteller für Druckfarben. Dort angekommen wurden wir mit Kaffee und Kuchen begrüßt und bekamen mithilfe einer Präsentation einen ersten Einblick in das Unternehmen. Anschließend schmissen wir uns in Schale, um die Produktion und den Versand zu sehen. Das heißt wir deckten uns mit Schutzhelmen, -brillen und –mänteln ein, damit uns die Druckfarbe nicht so viel anhaben konnte. In der Produktion sahen wir dann, wie die Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz für den 4-Farben-Offsetdruck hergestellt wurden. Anschließend im Versand entdeckten wir dann auch ein paar Container, die zu unseren Kollegen nach Gütersloh versandt werden. Ein wirklich gelungener und spannender Einblick in die Welt der Druckfarben.

Unterwegs im Europort

Frauke: Rotterdam besticht weder durch Grachten oder eine ausgeprägte Kulturlandschaft wie Amsterdam, sondern durch seinen Hafen. Der Europort ist mit 3.700 Hektar der mit Abstand größte Hafen Europas. Gesehen haben wir von diesem Hafen bei unserer gut einstündigen Rundfahrt vielleicht 3%. Dafür waren unter diesen 3% auch der schönere Teil mit historischen Gebäuden sowie neumodischen Hochhäusern und nicht nur der Industriehafen, der mit seinen Containern stark an Hamburg erinnert.

Schaukeln über den Dächern der Hauptstadt

Nele: Den Mittwochabend nutzten einige von uns, um sich einen Überblick über die gesamte Stadt zu verschaffen. Wie? Es ging für uns fast 100m in die Höhe, auf den Aussichtsturm A’DAM Lookout. Von dort aus hat man einen perfekten Ausblick über ganz Amsterdam. Wir setzten uns auf die gemütlichen Sitzsäcke und beobachteten den Sonnenuntergang. Außerdem wurden zahlreiche Erinnerungsfotos geschossen. Zum krönenden Abschluss ging’s ins „Over the Edge“, eine Art Schaukel, mit der man durch ein Geschirr gesichert über die Kante des Gebäudes schwingt. Nervenkitzel pur und eine wunderbare Erinnerung an diese schöne Stadt, die man so schnell nicht vergisst!

Donnerstag

Zwischen Windmühlen und Handwerk

Lina: Am Donnerstagmorgen ging es gleich nach dem Frühstück, wenn auch etwas verschlafen, los Richtung Nordholland in das kleine Dorf Zaanse Schans. Nach der etwa zweistündigen Fahrt, die der ein oder andere nutze, um seinen Schlafmangel zu bekämpfen, hielten wir auf einen großen Parkplatz. Nachdem wir aus dem Bus ausgestiegen waren, sahen wir bereits die ersten Windmühlen der Postkartenkulisse. Die Gegend mit ihren zahlreichen Windmühlen und den schönen Holzhäusern erweckte den Anschein eines Freilichtmuseums, aber das war es nicht. Das Gebiet war, bis auf ein paar vereinzelte Mühlen, die als Museen dienen, eintrittsfrei. Natürlich ließen wir uns die Möglichkeiten bei der tollen Kulisse nicht entgehen und schossen zahlreiche Fotos der Mühlen oder gegenseitig von uns.

Und jetzt wird entspannt

Lina: Nach einem etwa dreistündigen Aufenthalt hieß es für Alle wieder »ab in den Bus«. Unsere Ziele nun waren aber unterschiedlich. Die eine Hälfte der Gruppe, die wieder zurück nach Amsterdam wollte, wurde am Bahnhof rausgelassen und die andere Hälfte fuhr bei 30 Grad Außentemperatur weiter zum Strand. Nach nochmals einer Stunde Fahrt erreichten wir nun also unser zweites Ziel. Wir stiegen aus dem Bus aus und merkten bereits, dass es hier viel frischer und windiger war. Nachdem wir über den Deich waren, konnte man die Nordsee bereits sehen. Also suchten wir uns ein schönes Plätzchen und bereiteten unsere Handtücher aus. Nach einer kleinen Stärkung und den Erwerb eines Balles ging es dann auch in das erfrischend kühle Nass der Nordsee. Nach ausgiebigen »Toben« im Wasser ging es zurück an den Strand, wo wir mit etwas Musik die Sonne genossen. Das Problem: Es war leicht windig und keiner bemerkte, wie stark die Sonne tatsächlich an diesem Tag war, sodass spätestens im Hostel festgestellt wurde, dass wir alle einen kollektiven Sonnenbrand hatten - aber »Mama« Nono hatte natürlich vorgesorgt und eine Packung After Sun im Gepäck.

Freitag

Und zum Schluss noch etwas Geschichte

Noreen: Bevor es nach Hause ging, machten wir von unserem Hostel einen morgendlichen Sparziergang zum Anne-Frank-Haus. Nach kurzer Wartezeit konnten alle in das »Hinterhaus« und wurden mit einem Audioguide ausgestattet. So konnten alle durch das Haus geführt werden und bekam währenddessen die tragische Geschichte von Anne Frank und ihrer Familie erzählt. Zu sehen in welchen Räumen die Familien gelebt hatten und auch die Erinnerungen, die von der Familie an die Wände geschrieben wurden und von Fotos deutlich wurden, hinterließen einen bleibenden Eindruck. Danach gingen alle betreten Richtung Hostel zurück und mussten erstmal das Gesehene für sich selber verarbeiten.

Und so schnell ist eine Woche schon rum

Klara: Angekommen im Hostel machten wir uns nach einer abwechslungsreichen Woche mit vielen Sehenswürdigkeiten wieder auf den Weg nach Ostwestfalen. Auch die Rückfahrt verlief recht unspektakulär. Nachdem wir in Amsterdam in unseren Bus eingestiegen waren, packten fast alle was zu Essen aus und anschließend hielten fast alle ein Nickerchen. Gegen 15 Uhr erreichten wir dann ohne Probleme Gütersloh und es hieß ab in die Ferien. Doch ein Programmpunkt war noch offen… Zurück an der Schule erwartete uns unser Lehrer mitsamt unserer Zeugnisse. Als wir die dann hatten, gingen die Ferien dann aber los, auch wenn es für die meisten trotzdem in den nächsten Wochen zur Arbeit geht.

Montag und Dienstag

So begann unser Trip nach Amsterdam

Du hast Dich gewundert, warum unsere Fahrt an einem Mittwoch startet? Dann hast Du wohl den Artikel Ohne Holland fahren wir zur WM? Dann fahren wir halt nach Holland! nicht gelesen.

Klara Mosch

Mediengestalterin

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