Ohne Holland fahren wir zur WM? Dann fahren wir halt nach Holland!

06. September 2018 Klara Mosch – Veranstaltungen

Montag

Komm, wir fahren nach Amsterdam...

Klara: Montagmorgen, 7 Uhr am Corporate Center: 32 Azubis und 6 Ausbilder machen sich auf die Reise. Ziel ist erstmals die niederländische Hauptstadt Amsterdam, denn in den Vorjahren wurden deutsche Städte wie Berlin, Hamburg oder München angesteuert. Nach einer Hinfahrt mit einem Stau und Verspätung erreichten wir unser erstes Ziel und schließlich Amsterdam.

1. Station: ContiWeb

Nele: Als der Bus losfuhr, hatten wir unser erstes Ziel schon vor Augen. Wir fuhren ca. 200 km und besuchten ContiWeb, einen unserer Lieferanten. Dort angekommen wurden wir freundlich empfangen, lauschten einer Präsentation über das Unternehmen und wurden im Anschluss in mehrere kleine Gruppen aufgeteilt, um eine exklusive Führung durch die Fertigungshallen zu bekommen. Wir sahen, wie unterschiedlichste Teile für unsere Druckmaschinen gebaut werden zum Beispiel die großen Trockner oder Rollenwechsler, ohne die unsere Arbeit gar nicht möglich wäre. Zwischendurch hatten wir die Möglichkeit Fragen zu stellen und uns einzelne Arbeitsschritte ganz genau anzugucken. Es war sehr spannend mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Snack und dann fuhren wir weiter zum Hostel.

Angekommen: das Hostel

Leon: Unser Hostel, das ClinkNOORD, passte einfach zu Amsterdam: jung, modern, künstlerisch, multikulturell und ein bisschen hipster. Besonders der »Gemeinschaftsraum« trug viel zu dieser Atmosphäre bei: Durch die sehr offene Raumgestaltung war es einfach nur gemütlich. Neben einer kleinen Bibliothek, Gesellschaftsspielen, gemütlichen Sofas und Gitarren, gab es noch eine Bar, Tischtennisplatten und ein kleines Atelier. Abends gab es meist ein Event, wie gemeinsames Public Viewing der WM oder ein Bierpong-Turnier. Für die Nachtschwärmer gab es nachts warme Sandwiches, Teigtaschen oder andere Snacks. Die Zimmer waren zwar nicht sonderlich luxuriös, aber trotzdem vollkommen ausreichend eingerichtet. Einziger Knackpunkt: Die Fenster ließen sich nicht öffnen. Ein großer Pluspunkt war die Lage des Hostels: Bis zur Innenstadt brauchte man nur wenige Minuten – dank den Fähren, die einen jederzeit kostenlos zum Hauptbahnhof mitnahmen.

Stadterkundung zu Fuß

Christian: Was darf bei einem Städte-Trip nicht fehlen? Die obligatorische Stadttour. Am ersten Tag konnten wir so also schon Amsterdam etwas kennen lernen. Unsere Tour war mehr ein Rundgang bei dem wir von Ruth, unserem Stadtführer, durch die Straßen und Gänge von Amsterdam gelotst wurden. Ruth, ein etwas älterer, aber sehr aufgeschlossener Herr, passte perfekt zum Stadtbild. Neben Fakten über Amsterdam und die Niederlande erzählte er auch immer wieder ein paar Geschichten aus seinem Leben. Auch die Coffee-Shops und das Rotlichtviertel stellte er uns vor. Er zeigte uns wie nah die Kirche und Rotlichtviertel nebeneinander existieren. Dabei erklärte er, dass sich diese verschiedenen Welten nicht gutheißen müssen, aber sich gegenseitig tolerieren. Nachdem die Führung zu Ende war, sind wir los und haben selbst die Stadt erkundet. Meine Gruppe war fest entschlossen etwas zu Essen zu finden. Aus den unzähligen Lokalen wählten wir einen Burgerladen und starteten mit einer guten Mahlzeit in den Abend.

Dienstag

Eintauchen in Kunst und Geschichte

Frauke: Van Gogh, Rembrandt, Vermeer – all diese eindrucksvollen Namen vereint das Rjiksmuseum (dt.: Reichsmuseum) unter seinem Dach. Am Dienstagmorgen stand Kunst auf dem Programm! Das Rjiksmuseum zeigt alle wichtigen Künstler des »Goldenen Zeitalters der Niederlande«. Aber wir konnten nicht nur über Gemälde philosophieren – mehr oder weniger erfolgreich – sondern uns auch die große Waffen- oder Schiffsmodellsammlung anschauen. Ein Highlight für Einige von uns war die Bücherei des Museums, die mehr als 160.000 Exponate beinhaltet. Ein Traum für einen Bücherwurm!

Zwischen Film und Fernsehen – Eye Museum

Klara: Nach dem Rjiksmuseum stand für uns alle noch eine Besichtigung oder ein Museum an, aber wir konnten uns aussuchen, wo wir hin gehen wollten. Meine Wahl fiel auf das Eye Museum. Das Problem: der Weg dahin führte uns zu Fuß einmal fast durch die komplette Innenstadt. Die Lösung: Ein Halt am Pancake House mit einer ordentlichen süßen (oder herzhaften) Stärkung. Beim Eye Museum angekommen sahen wir eher ein verwinkeltes, modernes Kunstwerk als ein Haus. Drinnen befand sich ein Filmmuseum, in dem es um verschiedene Filme ging und man an manchen Stellen etwas selbst ausprobieren konnte. Außerdem gab es hier ein Kino.

Über den Wolken...

Tabea: THIS IS HOLLAND zählt definitiv zu meinen Favoriten in Amsterdam und ist ein Must-See für jeden Tourist und Hollandliebhaber! In drei Stationen wurde uns die Geschichte Hollands und seines Volkes nähergebracht. Die ersten beiden Stationen bestanden aus jeweils einem unterhaltsamen, aber lehrreichen Film auf Englisch. Die letzte Station bestand aus einem Flugsimulator, mit dessen Hilfe wir über verschiedene Sehenswürdigkeiten in Holland, wie beispielsweise die Grachten, die Tulpenfelder, verschiedene Naturgebiete, das Wattenmeer und vieles mehr geflogen sind. Neueste Technik in Kombination mit Wind- und Geruchselementen bot uns allen ein unvergessliches Erlebnis.

Die Heinekenbrauerei – traditionell und modern

Leon: Die Heineken Experience war eine etwas andere Brauereibesichtigung. In einer stillgelegten Brauerei mitten in Amsterdam fing die Besichtigung eigentlich recht normal an: Wir bekamen viele Informationen zur Geschichte des zweitgrößten Brauereikonzerns der Welt. Währenddessen konnten wir die alten Flaschen, Bierdeckel und Gläser von Heineken begutachten. Natürlich wurde auch der Brauereiprozess veranschaulicht – mit Hilfe der alten Braukessel. Dabei konnten wir auch das Zwischenprodukt probieren. Weiter ging es zu den neun Kutschpferden, die auch heute noch regelmäßig in Amsterdam zu sehen sind. Danach hörte die eigentliche Brauereiführung auf und es ging mit der »Experience« weiter. Ein eigenes Etikett auf eine Flasche drucken lassen, in einem interaktiven Raum mit anderen Besuchern Musik erzeugen, eine Partie FIFA spielen oder selber in einer multimedialer Show »abgefüllt« zu werden: Bei der »Experience« konnte man all dies ausprobieren. Natürlich gab es auch das ein oder andere Freigetränk. Zum Schluss landeten wir sogar in einer Bar. Oder war es schon ein Club? Laute Musik, eine Karaoke-Station, eine Theke mit frischgezapftem Bier – es fühlte sich schon fast wie eine Party an. Bei einer normalen Brauereibesichtigung wird man dieses Gefühl sicherlich nicht bekommen.

Zwischen Pizza und Boot

Leon: Eine Grachtenfahrt in Amsterdam, dazu Pizza, freie Getränke und Eis. Der Programmpunkt hörte sich doch klasse an! Die Umsetzung war dann aber eher mittelmäßig. Zum einen bekamen wir keine Informationen zu der Umgebung, wie es zum Beispiel bei Sightseeing-Bussen gemacht wird. Zum anderen bekamen wir unsere Pizza erst sehr spät, sodass einige sich ganz schön beeilen mussten, damit sie nicht zum Ende der Fahrt noch Pizza übrig hatten. Bei der Getränkeauswahl war aber für jeden etwas dabei. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir nach kurzer Zeit auch das Verdeck aufmachen. So war die Grachtenfahrt im Endeffekt doch ganz schön.

Der Rest der Woche

Wie geht´s weiter?

Auch im Rest der Woche hatten wir ordentlich Programm. Wie es weiterging liest Du im Beitrag Traum von Amsterdam.

Klara Mosch

Mediengestalterin

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