Azubis hinter den Kulissen beim Kunden

03 . Januar 2018 |  Klara Mosch -  Sonstiges

Den typischen Schüleraustausch kennt jeder. Man fährt ins Ausland, um seine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern oder Partnerstädte zu erkunden. Bei uns ist das ein wenig anders. Bei einem Azubiaustausch liegt die Intention darin, Strukturen und Abläufe

Während unserer Ausbildung haben wir die Möglichkeit an Azubiaustauschen teilzunehmen. Unser Austausch ging nach Braunschweig zur Firma Kroschke sign-international GmbH. Kroschke vertreibt Produkte um Persönliche Schutzausrüstung, betriebliche Sicherheit und Kennzeichen, die sie selbst produzieren. Seit mehreren Jahren druckt Mohn für das Unternehmen Kataloge.

Im Hause Mohn Media

Zuerst besuchten uns zwei Kroschke-Auszubildende aus dem zweiten Lehrjahr, die auch Mediengestalter lernen. Sophie Quast und Rebana Hillienhoff waren Anfang September für drei Tage bei uns. Während dieser Zeit bekamen sie einen Einblick in den Produktionsablauf und ihnen wurde gezeigt, wie ihr Katalog unsere Abteilungen durchläuft. Dabei durften sie selber einmal ans Werk: Im Bogendruck durften die beiden Farbe tupfen und da wurden nicht nur die Hände ordentlich bunt. Auch der ein oder andere Klecks landete im Gesicht. Als Aufgabe hatten wir uns eine kleine Composing-Übung überlegt und dazu ging es zu einer kurzen Session ins Fotostudio. Am Anfang zwar noch etwas zögernd, entstanden später witzige Fotos.

Einige Ergebnisse aus dem Fotostudio
Flammkuchen – all you can eat

Auch für ein kleines Rahmenprogramm war gesorgt: Gütersloh ist ja bekannterweise nicht sonderlich groß. Dennoch scheint es groß genug zu sein, um bei den beiden Azubis aus Braunschweig Eindruck zu hinterlassen. Das Fazit nach der kurzen Stadtführung von Sophie: »Gütersloh ist ja doch nicht so klein.« Danach ging es in das Restaurant »La Flamme«. Die Entscheidung fiel bei 60 zur Auswahl stehenden Flammkuchen echt nicht leicht, am Ende konnten wir aber alle satt werden.

Mit »Monika« über die A2 nach Braunschweig

Verabschieden mussten wir uns für gar nicht lange. Drei Tage später ging es für uns auch schon nach Braunschweig zum Gegenbesuch. Mit den Erwartungen mit einen Kleinwagen über die A2 cruisen zu müssen, ging es für uns am Montagmorgen los. Der Kleinwagen wuchs dann doch zu einem Opel Mokka heran, den wir zärtlich Monika tauften. Aber auch sie brachte uns sicher nach Braunschweig.

Nach einer netten Begrüßung sahen wir die Produktion. Dort konnten wir uns zum einen den Digital- und Siebdruck live und in Farbe anschauen. Zum anderen sahen wir, dass es auch kleinere Dimensionen gibt als Mohn Media. Trotz geringerer Maschinengröße laufen bis zu 200 Aufträge am Tag durch den Betrieb. Auch die Weiterverarbeitung war anders aufgestellt. Die Planschneider schnitten statt Papier (wie wir es von Mohn Media gewohnt sind) hier Aluminium- und Polyesterschilder und die Stanzmaschine machte wesentlich weniger Lärm als bei uns.

Verköstigt wurden wir im »Esszimmer«, das nicht nur für ein herzliches Ambiente sorgte, sondern auch eine super Salatbar hatte. Einen »Absacker« gab es dann noch in der Kaffeeecke die an das Komcenter angrenzt, was so etwas wie eine Konferenzzone ist. Für genügend Koffein im Blut war auf jeden Fall gesorgt.

Kroschke bot uns einen detailreichen Einblick in das Marketing rund um ihren Katalog. Dabei sprachen wir mit Mitarbeitern aus den vier Abteilungen Database Marketing, Produkt- und Medienmanagement, Grafik und Medienproduktion. Zu den Gesprächen brachten alle fleißig ihren Kroschke-Katalog mit und hüten die Arbeitsgrundlage liebevoll. Auch in wichtige Entscheidungsfragen wurden wir mit einbezogen. Wir durften für die Wahl des neuen Covermodels unsere Stimme abgeben.

Sightseeing

Trotz des doch recht weit außerhalb liegenden Standortes, wurden wir nicht davon abgehalten nach Braunschweig zu fahren. Ein bisschen Kultur muss ja schließlich auch drin sein und somit schauten wir uns das Schloss (mit angrenzendem Shoppingcenter), den Dom und natürlich auch das Wahrzeichen Braunschweigs, den Löwen, an. Bei Nieselregen ging es durch die Innenstadt mit den alten kleinen Fachwerkhäusern.

Impressionen aus Braunschweig

Zusammen mit Rebana und Sophie verabredeten wir uns zum Essen an einem Abend im »Bolero«. Die Speisekarte bot etliche leckere Gerichte wie Burger, Tortillas oder Enchiladas. Wir verzweifelten eine Entscheidung zu treffen, was wir denn essen wollen. Auf die Empfehlung von Sophie, dass die mit Käse überbackenen Nachos super wären, bestellten wir vier dieses Gericht und aßen uns satt. Mit kugelrunden Bäuchen ging es dann zurück ins Hotel.

Nach einem sehr netten Abschiedsgespräch, bei dem von beiden Seiten Lust auf eine Wiederholung signalisiert wurde, ging es dann wieder mit Monika zurück Richtung Gütersloh.

Was wir dazu sagen:

Ich bin erstaunt und auch begeistert davon, wie viel Energie Kroschke in die Katalogherstellung steckt. Bei uns ist so ein Auftrag innerhalb von ein paar Wochen abgeschlossen, bei Kroschke wird das ganze Jahr daran gearbeitet. So viel Liebe zum Detail wird nur noch von der Kaffeeecke übertroffen.

Frauke

Es war sehr interessant ein Unternehmen zu sehen, welches ein Marketingunternehmen als Versender im btob-Geschäft und ein Druckdienstleister in einem ist. Auch wenn die Papierrollen wirklich niedlich waren im Vergleich zu denen von Mohn Media, war es trotzdem sehr beachtlich, wie viel Kroschke produziert und verkauft. Der Besuch hat auf jeden Fall bleibenden Eindruck hinterlassen.

Noreen

Ein Gastbeitrag von Noreen Ellermann und Frauke Poggenpohl

Klara Mosch

Mediengestalterin